Kinder-schutz

 

 

Schutzkonzept von Grenzgänger Erlebnispädagogik Berlin-Brandenburg e.V. 

Präambel 

Mit dem Schutzkonzept von Grenzgänger Erlebnispädagogik Berlin-Brandenburg e.V. sollen alle Mitarbeitenden für die Wahrnehmung von Grenzverletzungen und Übergriffen sensibilisiert werden und klare Verfahrenswege bei Missbrauchsverdacht festgelegt werden. 

Das Schutzkonzept wird unter Mitarbeit der beteiligten und betreffenden Personen regelmäßig evaluiert und weiterentwickelt. Personal Unsere Mitarbeitenden Grenzgänger Erlebnispädagogik Berlin-Brandenburg e.V. beschäftigt derzeit 8 freie Trainer*innen. 

Geführt wird der Verein Grenzgänger Erlebnispädagogik Berlin-Brandenburg e.V. durch den geschäftsführenden Vorstand Thomas Lowke. 

Die freiberuflichen Trainer*innen führen in unterschiedlicher Häufigkeit die erlebnispädagogischen Kinder- und Jugendfreizeiten, die erlebnispädagogischen Klassenfahrten, Einzelprogramme und Seminare für Grenzgänger Erlebnispädagogik Berlin-Brandenburg e.V. durch. Hinzu kommen Praktikant*innen aus verschiedenen sozialen Studiengängen und von Erzieherschulen. 

All unsere Mitarbeitenden verstehen wir als wichtigen Bestandteil unseres Teams, das sie mit ihrem Wissen und vielseitigen Qualifikationen bereichern. Unsere Arbeitsatmosphäre ist geprägt von einer wertschätzenden Haltung, einer Begegnung auf Augenhöhe und einer offenen Kommunikationskultur.

Diese Grundprinzipien spiegeln sich auch in unserem Kontakt mit Kund*innen und unserer Haltung ihnen gegenüber wider. Unsere Mitarbeitenden haben eine offene Haltung gegenüber allen unseren Kursteilnehmenden sowie deren Anliegen und Fragen. 

Personalauswahl 

Bei der Personalauswahl legt Grenzgänger Erlebnispädagogik Berlin-Brandenburg e.V. großen Wert auf eine (erlebnis-)pädagogische Grundqualifikation sowie fachliche Expertise in den unterschiedlichen Arbeitsbereichen und Methoden. Mitarbeitende und freiberufliche Trainer*innen bringen pädagogische Grundqualifikationen sowie Zusatzqualifikationen in verschiedenen Outdoorsportarten mit und sind beispielsweise ausgebildete - Erlebnispädagog*innen - Naturpädagog*innen - Musikpädagog*innen - Theaterpädagog*innen - Freizeitpädagog*innen. Von allen Mitarbeitenden erwartet Grenzgänger Erlebnispädagogik BerlinBrandenburg e.V. Engagement und Teamfähigkeit, sowie Kenntnisse in den jeweiligen Arbeitsbereichen. 

Diese Kenntnisse können entweder durch eine erlebnispädagogische Ausbildung erlangt werden (Voraussetzung bei der Durchführung Klassenfahrten) oder durch die Teilnahme an unserem Seminar Freizeitpädagogik (Voraussetzung bei der Begleitung von Freizeiten). Für das Anleiten von Outdoorsportaktivitäten verlangen wir nachweisbare Qualifikationen und entsprechende Erfahrung (Kanuschein, Kletterschein, Rettungsschwimmer, DAV Wanderführer, etc.). 

Bewerber*innen für eine freiberufliche Mitarbeit absolvieren vor der Aufnahme ihrer Trainer*innentätigkeit bei Grenzgänger Erlebnispädagogik Berlin-Brandenburg e.V. eine obligatorische Hospitation, um die gegenseitigen Arbeitsweisen kennenzulernen und führen ein ausführliches Einstellungsgespräch mit dem / der Personalverantwortlichen. 

Das Handbuch Trainer*in gibt allen neuen Mitarbeitenden einen Überblick über die Haltung von Grenzgänger Erlebnispädagogik Berlin-Brandenburg e.V. und bietet einen guten Einstieg in die Arbeitsweisen. 

Mit Vertragsschluss erkennen alle Mitarbeitenden das Leitbild von Grenzgänger Erlebnispädagogik Berlin-Brandenburg e.V. an und unterzeichnen die Selbstverpflichtungserklärung zur Einhaltung des Verhaltenskodex. Erweitertes Führungszeugnis Alle Mitarbeiter*innen in der öffentlichen und freien Jugendhilfe sind nach § 72a Absatz 1 und 2 SGB VIII zur Vorlage eines erweiterten Führungszeugnisses verpflichtet. Auch von Ehrenamtlichen kann ein erweitertes Führungszeugnis verlangt werden. (§ 72a Absatz 3 und 4 SGB VIII). Diese Vorgabe aus dem Bundeskinderschutzgesetz ist für Grenzgänger Erlebnispädagogik Berlin-Brandenburg e.V. auf allen Ebenen bindend. Das erweiterte Führungszeugnis kann aus Datenschutzgründen nur zur Einsicht vorgelegt werden und verbleibt im Besitz der Person, welches dieses beantragt und vorgelegt hat. Die Einsicht wir entsprechend dokumentiert. 

Ein aktuelles erweitertes Führungszeugnis ist alle zwei Jahre unaufgefordert vorzulegen. Dabei darf das Ausstellungsdatum nicht länger als drei Monate zurückliegen. Erweiterte Führungszeugnisse können kostenlos beantragt werden, wenn die Mitarbeitenden bei Grenzgänger Erlebnispädagogik BerlinBrandenburg e.V. tätig sind. Betreuungsschlüssel & Personalplanung Alle Freizeiten von Grenzgänger Erlebnispädagogik Berlin-Brandenburg e.V. haben einen Betreuungsschlüssel von mindestens 1:15, oft sogar noch höher. Je nach Art der Freizeit beträgt die Teilnehmendenzahl zwischen 7 bis 30 Teilnehmenden. 

Bei Aktionen und Veranstaltungen ist die Teilnehmendenzahl grundsätzlich auf maximal 32 teilnehmende Kinder und Jugendliche begrenzt. Wir sehen unsere Angebote als pädagogische Aufgabe und nicht als Massenveranstaltungen die den Gesetzen von "Fun & Action" folgen. Für einige Freizeiten ist es grundsätzlich möglich, dass Eltern ihre Kinder begleiten, soweit dies pädagogisch sinnvoll erscheint.

 Personalentwicklung 

Die Qualität der Angebote von Grenzgänger Erlebnispädagogik Berlin-Brandenburg e.V. basiert auf einer hohen Fachlichkeit und Professionalität. Zu diesem Zweck bietet Grenzgänger Erlebnispädagogik Berlin-Brandenburg e.V. regelmäßig Ausbildungen sowie interne Fort- und Weiterbildungen zu verschiedenen aktuellen Themen im Arbeitsfeld Erlebnispädagogik an: 

• Ausbildung zur Erlebnispädagog*in 

• Ausbildung zur Freizeitpädagog*in

 • Fortbildungen in Outdoorsportarten (Klettern, Kanu, Wandern...) 

• Pädagogische Weiterbildungen (z.B. Positive Autorität) 

• Erlebnispädagogische Fortbildungen (Interaktionen, Teamaufgaben, Floßbau, Seilgarten...) 

Die Auswahl der Fortbildungsthemen erfolgt in engem Austausch und entlang der Bedarfe der Trainer*innen. 

Neben den freiwilligen Fortbildungsangeboten gibt es eine verbindliche jährliche Schulung für alle Trainer*innen, die im jeweiligen Jahr Klassenfahrten und Freizeiten für Grenzgänger Erlebnispädagogik BerlinBrandenburg e.V. durchführen. 

Im Rahmen dieser Trainer*innenwochenenden wird auch der Kinderschutz in den Arbeitskontexten von Grenzgänger Erlebnispädagogik Berlin-Brandenburg e.V. regelmäßig thematisiert und ein Austausch darüber ermöglicht. 

Die Information über die Fortbildungsangebote sowie über weitere aktuelle Themen erfolgt über einen internen Newsletter, der regelmäßig an alle für Grenzgänger Erlebnispädagogik Berlin-Brandenburg e.V. Tätigen versandt wird. 

Als lernende Organisation ist Grenzgänger Erlebnispädagogik Berlin-Brandenburg e.V. stets für Vorschläge und Anregungen aller Mitarbeitenden offen. Leitende Mitarbeitende besuchen jährlich eine Fortbildung zum Thema Schutz vor Gewalt. Risiko- und Potentialanalyse Die Erstellung eines wirksamen Schutzkonzeptes verstehen wir als längerfristigen Organisationsentwicklungsprozess.

Dieser Prozess ist partizipativ gestaltet und bezieht die Interessen, Hinweise und Vorschläge von Mitarbeitenden und Kund*innen sowie aktuelle Erkenntnisse und Entwicklungen ein.

Dies ist wichtig, um potenzielle Risiken gut einschätzen und ihnen präventiv entgegenwirken zu können. Eine intensive Analyse der Schutz- und Risikofaktoren bildet die Basis für ein kinderschutzsensibles Arbeiten in unseren Kontexten. Wir möchten Schutzräume schaffen, in denen sich alle Beteiligten und insbesondere unsere Teilnehmenden wohlfühlen. Räume, in denen sie sich sicher sein können, dass ihre Privats- und Intimsphäre respektiert wird und in denen sie keine Benachteiligung oder Misshandlung in jeglicher Form erfahren. 

Die Angebote von Grenzgänger Erlebnispädagogik Berlin-Brandenburg e.V. bieten Schutz-, Lern- und Erfahrungsräume für Kinder und Jugendliche. Durch einen guten Betreuungsschlüssel sowie fachlich qualifizierte und erfahrene Trainer*innen, werden die individuellen Bedürfnisse der Teilnehmenden berücksichtigt. 

Ein besonderes Potential steckt in der Kommunikation zwischen Trainer*innen und Teilnehmenden: die Trainer*innen fördern die Selbstständigkeit der jungen Menschen, ermutigen sie, sensibilisieren sie für Risiken, setzen Regeln konsequent um und unterstützen oder intervenieren bei Bedarf. Dadurch ermöglichen die Trainer*innen den Teilnehmenden Lernerfahrungen, die sie auch in ihrem Alltag anwenden können. Die Trainer*innen bewegen sich dabei in einem Spannungsfeld zwischen Partizipation und (indiskutablen) sicherheitsrelevanten Vorgaben. Um Risiken zu minimieren ist es bei manchen Aktivitäten erforderlich, das Maß an Partizipation zu begrenzen und sicherheitsrelevante Regeln konsequent umzusetzen. Durch transparente und nachvollziehbare Erläuterung der Regeln, sowie Möglichkeiten und Grenzen im Rahmen der angebotenen Aktivität fördern die Trainer*innen das Verständnis und die Akzeptanz der Regeln. 

Die Aktivitäten von Grenzgänger Erlebnispädagogik Berlin-Brandenburg e.V. finden überwiegend im Freien und meist im offenen Gelände statt. 

Die Risikoanalyse hat aufgezeigt, welche Faktoren dabei besonders zu berücksichtigen sind. Die Trainer*innen sind sich bewusst, dass potenziell auch externe Personen sowie Personen von Unterkünften und Kooperationspartner*innen mit den Kindern und Jugendlichen in Kontakt treten können. Sie reagieren situationsbezogen und angemessen darauf. 

Vor einer Aktivität machen sich die Trainer*innen mit dem Gelände vertraut und prüfen das Gelände hinsichtlich Gefahren und Zugangswegen. Bei einem Aufenthalt im Gelände mit schlechter Netzabdeckung, stellen die Trainer*innen eine Erreichbarkeit sicher, indem sie in regelmäßigen Abständen Orte mit Empfang aufsuchen. 

Die Aufsicht muss auch dann gewährleistet sein, wenn sich Einzelne von der Gruppe entfernen, z.B. durch klare Absprachen, wohin die Person geht und wie lange sie weg ist (Beispiel Toilettengang). 

Nähe-Distanz-Verhältnis 

Alle Mitarbeitenden von Grenzgänger Erlebnispädagogik Berlin-Brandenburg e.V. achten stets darauf, eine professionelle Distanz zu den Teilnehmenden zu wahren. Jede*r Trainer*in muss für sich entscheiden, wie viele Informationen er oder sie über sich preisgibt. Umgekehrt ist es wichtig, mit den Informationen, die Teilnehmende ihnen anvertrauen, sensibel und datenschutzkonform umzugehen. 

Falls die privaten Informationen einen Verdacht auf Kindeswohlgefährdung nahelegen, ist es wichtig, den Teilnehmenden in diesem Fall keine Vertraulichkeit bzw. Verschwiegenheit zu versprechen, da ggf. eine Meldepflicht bestehen könnte (vgl. Melde- und Dokumentationspflichten). Eine private Kontaktaufnahme zu Teilnehmenden über die Dauer der angeleiteten Aktion, Klassenfahrt oder Freizeit hinaus ist zu vermeiden.

Übernachtungen 

Bei Klassenfahrten und Freizeiten, die eine Übernachtung beinhalten, ist eine besondere Sensibilität hinsichtlich der Wahrung von Privats- und Intimsphäre gefragt. Wenn die Unterkunftssituation es zulässt, sollte den Teilnehmenden eine geschlechtergetrennte Unterbringung in den Schlafräumen ermöglicht werden. Dies gilt auch für die Waschräume. Bei Übernachtungen in gemischten Schlafsälen sollten die begleitenden Trainer*innen stets darauf achten, dass die Teilnehmenden ihre Privats- und Intimsphäre wahren und zur Ruhe kommen können. Bei Freizeiten versuchen wir nach Möglichkeit und vorbehaltlich der Verfügbarkeit unserer Trainer*innen eine geschlechterparitätische Teambesetzung zu gewährleisten. Bei Klassenfahrten sind in der Regel die begleitenden Lehrkräfte für die Betreuung außerhalb der Programmzeiten zuständig, sodass ein Betreten der Übernachtungsräume durch die Trainer*innen hier nicht notwendig ist. 

Prinzip der Freiwilligkeit 

Die Teilnahme an allen von Grenzgänger Erlebnispädagogik Berlin-Brandenburg e.V. angebotenen Aktivitäten erfolgt stets freiwillig. Ein Kern der erlebnispädagogischen Arbeit von Grenzgänger Erlebnispädagogik Berlin-Brandenburg e.V. ist es, den Teilnehmenden Lernprozesse durch neue Erfahrungen zu ermöglichen. Dabei sollen sie in einem angeleiteten, gut abgesicherten Rahmen die Möglichkeit bekommen, ihre Komfortzone zu verlassen und sich in die Lernzone zu begeben. Die Fähigkeiten und das individuelle Risikoempfinden variieren von Mensch zu Mensch. Die Aktivitäten, die wir durchführen, können das subjektive Risikoempfinden der Teilnehmenden herausfordern (z.B. durch Höhe) und Emotionen wie Angst auslösen. 

Die Trainer*innen von Grenzgänger Erlebnispädagogik Berlin-Brandenburg e.V. haben deshalb stets einen guten Blick darauf, dass die Teilnehmenden bei den Aktionen gefordert aber nicht überfordert werden und agieren sensibel entlang der individuellen Reaktion der Teilnehmenden. 

Die Teilnehmenden sollen ermutigt werden, Neues auszuprobieren, werden aber niemals gezwungen etwas zu machen, was sie selbst nicht möchten. Eine Intervention beziehungsweise das Aussteigen aus einer Aktion sollten stets möglich sein.

 Durchführung von Aktivitäten 

Die Sicherheit und das Wohlergehen der Teilnehmenden haben bei der Durchführung von Aktivitäten oberste Priorität. Die Trainer*innen vergewissern sich vor der Durchführung einer Aktivität, ob die Teilnehmenden die notwendigen (körperlichen) Voraussetzungen erfüllen und berücksichtigen gesundheitliche Einschränkungen und etwaige Assistenzbedarfe. Zu diesem Zweck füllen die Teilnehmenden vor Aktionen, die von Grenzgänger Erlebnispädagogik Berlin-Brandenburg e.V. veranstaltet werden, einen Selbstauskunftsbogen aus. Dieser kann den Trainer*innen als Anhaltspunkt dienen. Bei der Durchführung von Aktivitäten, kann es zu Situationen kommen, die eine gewisse physische Nähe zwischen Teilnehmenden und Trainer*innen erfordern. 

Sicherheitschecks sollten möglichst kontaktarm erfolgen und Hilfestellungen nur in angemessener Form gegeben werden. Alle Mitarbeitenden achten darauf, Hilfestellungen nur mit dem Einverständnis der Teilnehmenden und in angemessenem Maße durchzuführen. Bei der Durchführung von Aktivitäten im oder am Wasser (bspw. Kanu, Floßbau), die das Tragen von Badekleidung erfordern, achten die Trainer*innen darauf, dass die Privats- und Intimsphäre während der Situation des Umziehens gewahrt werden (z.B. unterschiedliche Orte oder Zeiten für männliche und weibliche Teilnehmende). 

Beispielhaftes Vorgehen anhand der Aktivität Klettern: 

• Kontaktarmer Sicherheitscheck (“Bitte zeige mir, ob dein Gurt noch über die Hüften oder über die Schultern rutscht.”) 

• Einzelne Schritte erklären (“Ich hänge dich jetzt in den Karabiner ein, damit du gesichert bist.”) 

• Exit-Strategie ermöglichen (“Wir können dich jederzeit wieder herunterlassen, wenn du dich unwohl fühlst.”) 

Kinder- und Jugendschutz 

Alle Mitarbeitenden von Grenzgänger Erlebnispädagogik Berlin-Brandenburg e.V. beachten die aktuell geltenden Gesetze und Regelungen im Bereich Kinder- und Jugendschutz, insbesondere das Jugendschutzgesetz, das Jugendarbeitsschutzgesetz und den Jugendmedienschutz‐Staatsvertrag.

Dokumentation und Beschwerdemanagement 

Melde- und Dokumentationspflichten:

 Fachkräfte der Kinder- und Jugendhilfe sind aufgrund der Regelungen zum Schutzauftrag gemäß § 8a SGB VIII grundsätzlich dazu verpflichtet, einen Verdacht auf Kindeswohlgefährdung zu melden. Bevor das Jugendamt eingeschaltet wird, sollte zunächst das Gefährdungsrisiko eingeschätzt werden. Dies kann im Gespräch mit Fachkolleg*innen, dem / der Kinderschutzbeauftragten von Grenzgänger Erlebnispädagogik Berlin-Brandenburg e.V. oder mit einer insoweit erfahrenen Fachkraft (ieF) erfolgen. 

Im konkreten Verdachtsfall informieren Trainer*innen und Mitarbeitende unverzüglich die / den Kinderschutzbeauftragten von Grenzgänger Erlebnispädagogik Berlin-Brandenburg e.V., der / die den Fall dokumentiert und bei Bedarf weitere Schritte einleitet. 

Je nach Sachlage wird der / die Kinderschutzbeauftragte zunächst die Eltern kontaktieren und informieren. Können oder wollen diese die Gefährdung nicht abwenden, wird im nächsten Schritt das Jugendamt informiert. Alle Mitarbeitenden von Grenzgänger Erlebnispädagogik Berlin-Brandenburg e.V., die unmittelbar mit jungen Menschen arbeiten, gehen achtsam mit Anzeichen und Auffälligkeiten um, die auf eine Kindeswohlgefährdung oder ein Fehlverhalten hindeuten könnten und nehmen diese aktiv wahr. Bei einem konkreten Verdacht informiert der / die betreffende Mitarbeitende umgehend den / die Kinderschutzbeauftragte/n von Grenzgänger Erlebnispädagogik Berlin-Brandenburg e.V., damit die weitere Vorgehensweise besprochen werden kann. 

Grenzgänger Erlebnispädagogik Berlin-Brandenburg e.V. unterstützt den / die Meldenden bei allen weiteren Schritten und achtet dabei auf Diskretion. Der / die meldende Mitarbeitende erstellt möglichst zeitnah eine lückenlose, datenschutzkonforme, anonymisierte Dokumentation der eigenen Beobachtungen im konkreten Fall.

 Beratungs- und Beschwerdewege

 Allen Mitarbeitenden von Grenzgänger Erlebnispädagogik Berlin-Brandenburg e.V. sowie den Teilnehmenden und deren Eltern stehen im Verdachtsfall verschiedene Beratungs- und Beschwerdewege offen. Die Mitarbeitenden werden mit dem Trainer*innenhandbuch und im Rahmen von jährlich stattfindenden Vorbereitungswochenenden für das Thema Kinderschutz sensibilisiert und über die Beratungsmöglichkeiten sowie die Vorgehensweise bei Verdacht auf Kindeswohlgefährdung informiert. Eltern und Kinder werden mit Versand der Reiseunterlagen sowie über die Website hinsichtlich Beratungs- und Beschwerdemöglichkeiten informiert. Darüber hinaus sind die Trainer*innen während der Durchführung der Programme direkte Ansprechpartner*innen für die Teilnehmenden und können über Beratungs- und Beschwerdewege Auskunft geben. 

Bei einer Vermutung von Fehlverhalten, Übergriffen, Gewalt oder Kindeswohlgefährdung können sich Mitarbeitende und Trainer*innen sowie Kinder und Eltern an folgende Ansprechpersonen innerhalb und außerhalb der Einrichtung wenden:

 INTERN 

Beauftragter für den Kinderschutz: Thomas Lowke, Büro: Zum Mittelbusch 22a, 14558 Nuthetal, Tel. 0163/6793137, Mail: lowke@grenzgaenger-ep.de Mitarbeitende von Grenzgänger Erlebnispädagogik Berlin-Brandenburg e.V. können im Rahmen der internen Beratung eine kollegiale Fallberatung in Anspruch nehmen. Im Falle eines Notfalls steht allen Mitarbeiter*innen und Trainer*innen eine 24h Notfall- und Krisennummer zur Verfügung (vgl. Notfallkonzept). 

EXTERN In Berlin gibt es verschiedene Beratungsstellen und insoweit erfahrene Fachkräfte, die bei einem Verdachtsfall beraten, begleiten und unterstützen können. 

Beratungsstellen: 

Wildwasser e.V. Berlin, Selbsthilfe und Beratung Friesenstr. 6 10965 Berlin, Telefon: 030/6939192 Web: www.wildwasserberlin.de/frauenselbsthilfe-und-beratung.htm E-Mail: selbsthilfe@wildwasser-berlin.de 

Pro Familia e.V., Kalckreuthstr. 4, 10777 Berlin, Tel. 030 39849898, 030 21476425, Mail: berlin@profamilia.de

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